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Die eingefrorene Schulter oder Frozen Shoulder

Orthopädie Dr Römer in Bonn zum Thema Frozen Shoulder

Die Frozen Shoulder ist eine Entzündung der Schulterkapsel, die sich durch schmerzhafte Bewegungseinschränkung zeigt und geweblich durch eine Fibrose der Schulterkapsel zu erklären ist. Eine Fibrose ist  eine bindegewebige Verdickung der Schulterkapsel.

Phase 1 ist die“ Einfrierphase“ oder sogenannte Freezing-Phase. Sie dauert etwa acht Wochen bis ca. zehn Monate. Sie ist charakterisiert durch eine zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit mit daraus resultierenden Schmerzen. Die Patienten sind zunehmend nicht mehr in der Lage alltägliche Dinge zu verrichten, wie Haare kämmen, Körperhygiene, Zähneputzen oder sich an- und auskleiden.

In Phase 2, sogenannte „Einsteifungsphase“ oder auch Frozen Phase, welche etwa drei bis zwölf Monate dauert, kommt es zunehmend zu einer sehr deutlichen Einschränkung der Beweglichkeit des Schultergelenkes („Die Schulter ist steif!“), wobei die Schmerzen insbesondere in Ruhe nachlassen.

Phase 3 bezeichnet man als sogenannte Lösungsphase, im Englischen: Thawing Phase, sie dauert noch einmal weitere fünf Monate bis ein Jahr. Der Patient verspürt in dieser Phase kaum Schmerzen, die Schulterbeweglichkeit nimmt nun wieder zu.

Die Ursache für die Frozen Shoulder sind zurückzuführen auf Unfälle oder Operationen oder andere Schultererkrankungen. Sehr häufig haben wir es aber mit einer sogenannten primären/idiopathischen Schultersteife zu tun. Dies bedeutet, dass die sogenannte adhäsive Kapsulitis(verklebende Schulterkapselentzündung) keinen weiteren Grund hat.

Orthopädisch wird die Schultersteife zunächst konservativ behandelt und ist stark abhängig davon, in welcher Phase sich der Patient bei uns vorstellt.

Therapeutisch kommt stadienabhängig zum Einsatz die Gabe von Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten in Tablettenform oder die Injektion von reizlindernden Substanzen um und in das Schultergelenk sowie die stadienabhängige Physiotherapie mit manueller Therapie, Friktionstherapie und passiv sowie letztendlich zunehmend aktiver Krankengymnastik in Einzel- oder Gruppentherapie. Auch die Akupunktur und die Neurostimulation wird von uns Therapeutisch genutzt.

Die Indikation zur Operation stellt man sehr zurückhaltend und wird frühestens nach einer sechs- bis neunmonatigen erfolglosen konservativen Behandlung gestellt. Hierzu schicken wir den Patienten in ein schulterspezialisiertes operatives Zentrum.

Wichtig ist vielleicht noch mal die von uns gemachte  Erfahrung, dass  wir dem Patienten das Krankheitsbild sehr gut und genau erklären ,und wir die Patienten um Geduld bitten. Die Behandlungserfolge sind aus meiner Erfahrung auch ohne Operation dann sehr erfreulich und ermutigend.

Viele Grüße

Ihr Jürgen Römer